Ökumenische Hospizgruppe Raum Oberndorf
Aktuelle Informationen und Termine kompakt zusammengefasst finden Sie im gemeinsamen Flyer der Ökumenische Hospizgruppe Raum Oberndorf und der Trauerbegleitungsgruppe: [Download not found]
Die Hospizgruppe in Oberndorf a. N. entstand im Jahr 2000 nach mehreren öffentlichen Vorträgen zum Thema „Sterben und Tod“ unter der Trägerschaft der evangelischen Kirchengemeinde Oberndorf und der katholischen Seelsorgeeinheit Raum Oberndorf in Kooperation mit der Sozialstation Raum Oberndorf gGmbH. Mit der Leitung wurde Frau Betty Schnebele beauftragt.
Die ökumenische Hospizgruppe Raum Oberndorf wird von Karin Jochem geleitet.
Unter dem Dach der Hospizgruppe befindet der Arbeitskreis Trauerbegleitung der von Gaby Schmidt geleitet wird.
Trägerkreis
Vertreter der drei Träger der ökumenisch ausgerichteten Hospizgruppe bilden den Trägerkreis. Dieser überwacht die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, die inhaltliche Ausrichtung der Hospizarbeit und die Finanzen. Die Hospizgruppe verfolgt ausschließlich und unmittelbar mildtätige und gemeinnützige Zwecke.
Aufgaben und Ziele
In der ambulanten Hospizarbeit der Oberndorfer Hospizgruppe setzen sich ehrenamtlich tätige Begleiterinnen und Begleiter für die Hospizidee ein.
Sie besuchen und begleiten schwer kranke und sterbende Menschen und deren Angehörige. Deren Alter, Geschlecht, Krankheit, sozialer Status, Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung sowie Staatsangehörigkeit spielen dabei keine Rolle. Die Begleiter besuchen den Betroffenen in seiner gewohnten Umgebung zuhause, im Alten- oder Pflegeheim oder im Krankenhaus. Nach Möglichkeit unterstützen sie den Grundgedanken, den Patienten in seinem vertrauten Umfeld zu lassen.
Die Hospizgruppe sieht sich den christlichen Grundwerten verpflichtet. Niemandem wird eine religiöse Überzeugung aufgezwungen. Diese wird aber nicht verleugnet, wenn danach gefragt wird.
Die Begleiterinnen und Begleiter nehmen Anteil am Leben der schwer kranken und sterbenden Menschen und bemühen sich, ihnen die in ihrer Situation bestmögliche Lebensqualität zukommen zu lassen. Das heißt, sie gehen auf die Wünsche und Bedürfnisse ein, die aus der Lebensgeschichte und Weltanschauung der Einzelnen erwachsen sind und unterstützen die Betroffenen in der Verwirklichung ihrer Wünsche und Bedürfnisse. Sie setzen sich für eine weitgehende Linderung der Schmerzen ein, lehnen jedoch eine aktive Sterbehilfe ab.
- Sie sind der Schweigepflicht unterworfen.
- Sie kommen zu Gesprächen, zum Zuhören, um die Hand zu halten.
- Sie wollen da sein, vorlesen, gemeinsam Musik hören, beten, schweigen.
- Sie kommen, wenn sich die Betroffenen einsam, allein und verlassen fühlen.
- Sie können Angehörige und Freunde nicht ersetzen. Aber sie können diesen ebenfalls Ansprechpartner sein und sie entlasten.
Die Begleiterinnen und Begleiter verrichten keine pflegerischen oder hauswirtschaftlichen Tätigkeiten. Zur optimalen Versorgung des Patienten arbeiten sie deshalb mit ambulanten Pflegediensten, Hausärzten, Pflegeeinrichtungen, Seelsorgern und Sozialarbeitern zusammen.
Der Dienst ist kostenlos und steht jedem auf Wunsch zu Verfügung.
Hospizbegleiter/innen
Zur Ökumenischen Hospizgruppe Raum Oberndorf gehören Frauen und Männer unterschiedlichen Alters und Berufsstandes.
Sie treffen sich regelmäßig, gewöhnlich einmal im Monat, tauschen sich aus und unterstützen sich gegenseitig. Bei den Treffen besprechen sie Organisatorisches und profitieren von Vorträgen und Fortbildungen, um die Qualität der Einsätze ständig zu verbessern, bzw. erlebtes gut zu verarbeiten.
Geleitet und koordiniert wird die Arbeit durch die Einsatzleiterin der Hospizgruppe Frau Karin Jochem. Diese führt auch die Erstgespräche mit den Patienten oder deren Angehörigen und wählt geeignete Mitarbeiter für den jeweiligen Einsatz aus.
Eine aktive und qualifizierte Mitarbeit in der Hospizgruppe setzt eine Grundausbildung zur Hospizbegleiterin / zum Hospizbegleiter voraus.Die Inhalte der Basisausbildung sind:
- Selbsterfahrung
- eigene Auseinandersetzung mit Sterben, Tod , Abschied ,Trauer
- der Tod aus religiöser, medizinischer und juristischer Sicht
- Informationen über pflegerische Maßnahmen
- Vorträge über Palliativmedizin, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung
- Gesprächsführung
Die ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und -begleiter werden nach der Basisausbildung stetig in Seminaren, Vorträgen und Supervisionen geschult und unterstützt, um stets eine verständnisvolle Begleitung zu bieten.
Direkter Kontakt:
Ökumenischen Hospizgruppe Raum Oberndorf
Pfalzstr. 1
78727 Oberndorf a.N.
Telefon: 0 74 23 – 9 50 95 66
Email: hospiz@sozialstation-oberndorf.de
Trauerbegleitung
Aus den Erfahrungen unserer Hospizhelfer ist der Wunsch entstanden, den Hinterbliebenen Trauerbegleitung anbieten zu können. Genauso, wie bei den Hospizhelfern, nehmen auch alle Trauerbegleiter nur mit entsprechender Schulung, Fortbildung und Supervision ihre Arbeit auf. Schweigepflicht ist selbstverständlich.
Abschied nehmen zu müssen von einem nahestehenden Menschen ist eine sehr schmerzhafte Erfahrung. Es kann in solch einer Situation einfach gut tun, anderen Trauernden zu begegnen, sich mit ihnen auszutauschen, Erfahrungen und Empfindungen zu äußern. Die Trauer braucht Orte, wo sie sein darf mit all ihren wechselhaften Gefühlen. Jeder Mensch trauert anders. Gerne möchten wir Sie auf Ihrem Trauerweg begleiten, unabhängig davon, wie lange der Verlust schon zurückliegt.
Die Trauerbegleitung ist ein offenes Angebot der Ökumenischen Hospizgruppe Raum
Oberndorf am Neckar. Bei Bedarf ist auch Einzelbegleitung möglich.
Regelmäßige Termine 2026: Offener „Trauer Treff LINDE 13“
Von 14 Uhr bis 16 Uhr sind wir in der Lindenstrasse 13 in Oberndorf an folgenden Samstagen immer für Sie da:
- 3. Januar 2026
- 7. Februar 2026
- 7. März 2026
- 11. April 2026
- 2. Mai 2026
- 6. Juni 2026
- 4. Juli 2026
- 10. Oktober 2026
- 7. November 2026
- 5. Dezember 2026
Bei Bedarf ist auch Einzelbegleitung möglich.
Alle mit Verlusterfahrung nach dem Tod eines nahestehenden Menschen, unabhängig davon, wie lange der Verlust schon zurückliegt und unabhängig von ihrer Konfession sind außerdem eingeladen zu zwei offenen Trauerandachten:
- am 22. März und am 22. November 2026 beide um 16 Uhr in der Kapelle des SRHKrankenhauses in Oberndorf.
- Der Spaziergang für Trauernde findet am 5. September 2026 – ab 14 Uhr statt (Treffpunkt auf dem Parkplatz am GZ Lindenhof).
Die Trauerbegleitung ist ein offenes Angebot der Ökumenischen Hospizgruppe Raum
Oberndorf am Neckar.
Direkter Kontakt:
Trauerbegleitung
Telefon: 0 74 23 – 9 50 95 – 55
